
Wer auf dieser Welt bitte behauptet, dass Baseball tatsächlich eine Sportart ist? Nachdem mir einige Kollegen hier bei CNN und schon davor daheim in Österreich eingeredet haben, dass ich unbedingt zu einem BaseballSpiel gehen muss, hab' ich mir Karten organisiert und bin mit CNNKollege Mark Engel und seiner Frau Charlotte (Bild) zum letzten Spiel der Atlanta Braves in dieser Saison gegangen.
Wobei eigentlich muss man sagen gefahren, denn in den USA ist es nicht üblich, Strecken, die länger sind als 50 Meter, zu Fuß zu bewältigen. Deswegen gibt's ein Parkhaus unmittelbar neben dem Stadion. Und damit man nicht einmal die 200 Meter gehen muss, gibt es ein Laufband, das einem ins Stadion transportiert. Im Stadion ist es dann auch nicht üblich, wie bei einem Fuballspiel in Österreich, maximal in der Halbzeit kurz den Platz zu verlassen. Wichtig ist nur, dass man während der Nationalhymne am Anfang und zum Feuerwerk zum Schluss auf den Rängen ist.
Dazwischen geht der Amerikaner erraten essen! Und damit dieser Blog hier nicht völlig klischeehaft wird, sag' ich gern dazu, dass es in den StadionRestaurants (ja so was gibt's hier wirklich) die größte Auswahl an Salaten und gesunder Ernährung gibt. Das mögen manche auch kaufen. Aber im Normalfall gönnt sich der Amerikaner während eines BaseballSpiels zwei, wenn nicht drei Hot Dogs. Nicht solche, die man in Österreich kriegt mit Würstchen und Weißbrot drumherum, sondern richtig vollgefüllt mit Tomaten, Zwiebel, grünem Salat, Essiggurken, Pilzen, Chilli und teilweise noch viel mehr Gemüse. Damit's nicht allzu gesund wird, darf natürlich die Portion Ketchup, Mayonnaise und Senf nicht fehlen.
Was hat Baseball also mit Sport zu tun? Nichts. Außer vielleicht für die Herren am Spielfeld, von denen jeder einzelne dafür aber auch mehr Gehalt kassieren als Österreichs gesamtes Fußball-Nationalteam...