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... von Florian Danner am 17.09.2008 ...

FAULE LEUTE WERDEN WETTERANSAGER

Florian Danner mit CNN-Wettermann Chad Myers © florian–danner.com Man kann über Amerika sagen, was man will – aber in einem sind die Amerikaner unschlagbar: Bei den Wetterberichten. Hab den heutigen Tag mit dem "Weather Headquater" in Atlanta verbracht. Rob Marciano dort sowas wie die Christa Kummer oder der Markus Wadsak der USA. Und Rob hat mich gleich in der Früh aufgeklärt: Weißt du, welche Art von Fernsehleuten Wettermoderatoren werden? Die faulsten von allen. Wir kommen in der Früh, lesen uns die Wetterberichte und stellen uns dann vor die Kamera und erzählen das weiter.
Im Lauf des Tages hat sich relativ schnell herausgestellt, dass Rob das nicht sonderlich ernst gemeint hat. Sein Kollege Chad Myers, selbst höchst beliebter Wetterpräsentatir in den USA (siehe Bild), hat mir erzählt, dass er gerade erst letzte Woche drei Tage lang mitten im Hurrikan–Gebiet in Texas war. Und das heißt – 20 Stunden Arbeitstage, alle zehn Minuten Live–Berichte, kaum Schlaf, verheerende Wetterbedingungen und teilweise sogar Lebensgefahr. Von Faulheit also keine Spur.
Und auch wenn man sich Chad's und Rob's Arbeit im Studio vor der Wetterkarte anschaut, muss man echt den Hut ziehen. Wo bei uns die Meteorologen teilweise keine drei Tage im Vorhinein sagen können, ob's regnet oder nicht, können die hier Hurrikans teilweise mehr als eine Woche vorhersehen und genau sagen, wo's dramatisch wird und wo nicht. Also liebe Meteorologen in Österreich: Wenn das die "faulen Wettermoderatoren" in den USA schaffen, sollten wir das doch auch einmal hinkriegen.